Ein Blick in die Zukunft

Bundesweit müssen die Kirchen sich auf drastisch schwindende Mitgliederzahlen einstellen. Darüber wurde für die hannoversche Landeskirche bereits wiederholt in der Nordsee-Zeitung berichtet. Gleiches zeichnet sich für die oldenburgische Landeskirche und damit auch für unsere Kirchengemeinde in Dedesdorf ab.
Die Entwicklung der Bevölkerung, die wachsende Abkehr der Gesellschaft von christlichen Normen und Werten und zunehmende Kirchenaustritte weisen daraufhin, dass die Mitgliederzahlen weiter abnehmen werden. Dies hat grundlegende Auswirkungen auf die finanziellen Möglichkeiten der Kirche und ihrer Einrichtungen. Mitte der 2020er Jahre wird darüber hinaus ein Großteil der Pfarrerinnen und Pfarrer in den Ruhestand gehen. Schon jetzt scheint absehbar, dass es nicht gelingen wird, alle bestehenden Pfarrstellen auch nur mittelfristig mit Nachwuchs zu besetzen. Um vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen flexibel und gestalterisch bleiben zu können, entsteht ein Handlungsbedarf, um den wechselnden Anforderungen an die Kirche adäquat begegnen zu können. Hierzu hat die Synode der Landeskirche nach intensiven Diskussionen einen Maßnahmenkatalog und einen Rahmenpfarrstellenplan entwickelt. Letzterer sieht vor, die 250 Pfarrstellen in der Landeskirche auf 173 zu reduzieren. Fraglich bleibt aber tatsächlich, ob es angesichts der zu erwartenden Abgänge im Pfarramt auch langfristig gelingen wird, nur diese 173 Stellen zu besetzten. Tendenziell kann davon ausgegangen werden, dass verschiedene Pfarrstellen sich nicht mehr besetzen lassen werden. Im Jahr 2030 wird der Kirchenkreis Wesermarsch, zu dem auch Dedesdorf gehört, neben der Kreispfarramtsstelle nur noch insgesamt 14,5 Pfarrstellen beinhalten.
Der Gemeindekirchenrat hat aus diesem Grunde mit den Kirchenräten der benachbarten Kirchengemeinden Esenshamm und Seefeld Gespräche aufgenommen. Bei den Gesprächen, in denen wir uns erst einmal kennenlernen wollen, soll später ausgelotet und überlegt werden, wie man sich zukünftig besser vernetzen, in der Arbeit ergänzen und kooperieren kann. So wird der Gemeindekirchenrat versuchen, das Angebot kirchlicher Leistungen zu halten oder durch Anpassungen im Rahmen der Möglichkeiten auszubauen.
Hierzu ist der Gemeindekirchenrat auf Anregungen angewiesen. Die Kirchenältesten stehen hierfür als Ansprechpartner zur Verfügung .

Kai v. Oesen Bettina Roth

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